Bewusstes Üben — wie aus Übung Können wird

Ericsson/Pool, Top (2016) · Brown u. a., Make it stick (2014)

Können entsteht aus einer bestimmten Art zu üben: mit klarem Ziel, an der Grenze des schon Beherrschten, mit Rückmeldung und Korrektur. Diese Art von Übung lässt sich gestalten — und auf ihr entstehen Bewältigungserfahrungen.

Üben mit Ziel und an der Grenze

Ericsson nennt es bewusstes Üben: konzentriert, auf ein konkretes Teilziel gerichtet, knapp oberhalb des aktuellen Niveaus — fordernd genug, dass es Anstrengung kostet, erreichbar genug, dass es gelingt. Rückmeldung zeigt sofort, was schon trägt und was noch nicht; die nächste Wiederholung arbeitet genau daran.

Was Mühe macht, festigt

Brown zeigt: Lernen wird haltbarer, wenn das Üben etwas kostet.

Diese Wege fühlen sich anstrengender an — und genau darin liegt ihre Wirkung.

Warum das fördert

Jeder gelungene Abruf, jede bewältigte Übung an der Grenze ist eine Bewältigungserfahrung: „das kann ich”. Damit ist bewusstes Üben die konkrete Methode, mit der die stärkste Quelle der Selbstwirksamkeit entsteht. Entscheidend ist die Dosierung — die Schwierigkeit gehört in den Bereich, in dem Anstrengung nötig und Erfolg erreichbar bleibt.

Handlungsleitend:

→ Siehe auch: Selbstwirksamkeit — woraus sie entsteht · Ermöglichen statt vollziehen (Schwierigkeit dosieren = Spielraum)