Wo stehen sie? · Feed Back
Ausgangslage erkennen Diagnostik — zentral
Was können die Lernenden bereits? Ressourcenorientiert formuliert, Heterogenität und individuelle Potenziale sichtbar. Die Diagnose steht am Anfang.
- Rahmendaten: Klasse, ggf. Team der Lehrkräfte, Stundeneinsatz, Raum und Ausstattung.
- Lernsetting: Lernkultur, Arbeitsformen, Gruppenbildung; Zusammenhang der Lernaufgaben aus Sicht der Lernenden.
- Diagnostik: Kompetenzbeschreibung („Was können sie schon?"); wo relevant Personal- und Sozialkompetenzen, praktische Vorerfahrungen, individuelle schulische/berufliche Ziele.
- Curriculare Rahmung: Kerncurriculum, Lehr-/Rahmenlehrplan, schulinternes Curriculum; Einbettung in die Reihe (Davor/Danach).
- Gefährdungsanalyse: nur bei Labor/Werkstatt relevant.
Wohin? · Feed Up
Ziel vom Ende her
Welche Kompetenz haben die Lernenden danach? „Die Schüler können …", kriterienorientiert statt tätigkeitsbeschreibend. Ein klares, transparentes Ziel ist die Voraussetzung dafür, dass dein Feedback in der Stunde greift.
- Stundenziel — Kompetenzzuwachs dieser Stunde.
- Lernfeld-/Einheitsziel — mittelfristig; Mindestziele und „was geht noch?".
- Übergreifende Ziele — Bezüge zu Lernstrategien oder Übergangsprozessen.
Wie dorthin? · Feed Forward
Weg eröffnen und begründen
Hier liegt der Kern: warum dieser Weg — gestützt auf Diagnostik und Theorie. Plane Spielraum ein: ermöglichen statt vollziehen. Je mehr Mitverantwortung die Lernenden tragen, desto eher weicht der Unterricht von der Planung ab.
- Theoretische Fundierung: didaktische Modelle zur Strukturierung — Sloane · Rauner/Lehberger (vom Anfänger zum Könner) · Tenberg · Prozessmodell nach Bauch · Lernzyklus nach Heiniger · AVIVA · PDCA — oder ein eigenes bzw. kombiniertes Modell.
- Begründungszusammenhang: Entscheidungen aus Diagnostik und Theorie heraus begründen.
- Für Fortgeschrittene: situative Entscheidungen antizipieren (Plan B).
Abweichungen zugunsten der Lernprozesse sind ausdrücklich erwünscht — nebenbei geben sie Anlässe für die Reflexion.
Operativ
Ablauf als Orientierung
Tabellarisch (Artikulationsschema) oder kreativ visualisiert — hilfreich, aber kein Muss. Je enger du taktest, desto weniger Spielraum bleibt für den Prozess.
Hattie-Faden: Feed Up / Feed Back / Feed Forward, Schwerpunkt Prozess-Ebene — vertieft unter Wissen.