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MDFB · Diagnostizieren · Fördern · Beurteilen

Unterrichtsskizze — der rote Faden

Die Skizze ist das Werkzeug, mit dem du deinen Unterricht vom Lernen her durchdenkst — und die gemeinsame Grundlage für das Gespräch über deinen Unterricht. Sie ist Strukturierungshilfe, kein Formular.

Punkte ohne Rolle für deinen Unterricht kannst du weglassen — eigene Formate sind ausdrücklich willkommen.

Handlungsraum: Ziel verbindlich · Weg frei

Vorab — Abstract: in 2–5 Sätzen, worum es geht. Erleichtert das Verständnis des Folgenden.

Wo stehen sie? · Feed Back

Ausgangslage erkennen Diagnostik — zentral

Was können die Lernenden bereits? Ressourcenorientiert formuliert, Heterogenität und individuelle Potenziale sichtbar. Die Diagnose steht am Anfang.

  • Rahmendaten: Klasse, ggf. Team der Lehrkräfte, Stundeneinsatz, Raum und Ausstattung.
  • Lernsetting: Lernkultur, Arbeitsformen, Gruppenbildung; Zusammenhang der Lernaufgaben aus Sicht der Lernenden.
  • Diagnostik: Kompetenzbeschreibung („Was können sie schon?"); wo relevant Personal- und Sozialkompetenzen, praktische Vorerfahrungen, individuelle schulische/berufliche Ziele.
  • Curriculare Rahmung: Kerncurriculum, Lehr-/Rahmenlehrplan, schulinternes Curriculum; Einbettung in die Reihe (Davor/Danach).
  • Gefährdungsanalyse: nur bei Labor/Werkstatt relevant.

Wohin? · Feed Up

Ziel vom Ende her

Welche Kompetenz haben die Lernenden danach? „Die Schüler können …", kriterienorientiert statt tätigkeitsbeschreibend. Ein klares, transparentes Ziel ist die Voraussetzung dafür, dass dein Feedback in der Stunde greift.

  • Stundenziel — Kompetenzzuwachs dieser Stunde.
  • Lernfeld-/Einheitsziel — mittelfristig; Mindestziele und „was geht noch?".
  • Übergreifende Ziele — Bezüge zu Lernstrategien oder Übergangsprozessen.

Wie dorthin? · Feed Forward

Weg eröffnen und begründen

Hier liegt der Kern: warum dieser Weg — gestützt auf Diagnostik und Theorie. Plane Spielraum ein: ermöglichen statt vollziehen. Je mehr Mitverantwortung die Lernenden tragen, desto eher weicht der Unterricht von der Planung ab.

  • Theoretische Fundierung: didaktische Modelle zur Strukturierung — Sloane · Rauner/Lehberger (vom Anfänger zum Könner) · Tenberg · Prozessmodell nach Bauch · Lernzyklus nach Heiniger · AVIVA · PDCA — oder ein eigenes bzw. kombiniertes Modell.
  • Begründungszusammenhang: Entscheidungen aus Diagnostik und Theorie heraus begründen.
  • Für Fortgeschrittene: situative Entscheidungen antizipieren (Plan B).

Abweichungen zugunsten der Lernprozesse sind ausdrücklich erwünscht — nebenbei geben sie Anlässe für die Reflexion.

Operativ

Ablauf als Orientierung

Tabellarisch (Artikulationsschema) oder kreativ visualisiert — hilfreich, aber kein Muss. Je enger du taktest, desto weniger Spielraum bleibt für den Prozess.

Hattie-Faden: Feed Up / Feed Back / Feed Forward, Schwerpunkt Prozess-Ebene — vertieft unter Wissen.

Formales — damit der Inhalt im Vordergrund bleibt

  • Umfang: max. 4 Seiten (5 bei Doppelbesuchen; die beiden vollständigen Entwürfe mit max. 8 Seiten werden ebenso akzeptiert).
  • Anhang: max. 10 Seiten lernrelevante Unterlagen, gern exemplarisch — ohne formale Extras, so, wie die Lernenden sie bekommen.
  • Format: Skizze und Anlagen als ein einziges PDF.
  • Qualität: Materialien sprachlich vorbildlich, möglichst sprachsensibel, orthografisch fehlerfrei, urheberrechtlich abgesichert — sie sind Vorbild für die Lernprodukte der SuS.
  • Stil: die Ich-Form erleichtert Aussagen und Begründungen.