Adaptiv fördern — die Herausforderung passend dosieren

Leisen, didaktischer Schieberegler · ISB München (2008), Bezugsnormen

Eine Aufgabe fördert, wenn sie zur Lerngruppe passt: fordernd genug, dass sie Anstrengung verlangt, erreichbar genug, dass sie gelingt. Diese Passung herzustellen, ist die Aufgabe des Differenzierens.

Die Schwierigkeit lässt sich einstellen

Leisens didaktischer Schieberegler macht das greifbar: Aufgabe (eng/offen), Material, Moderation, Rückmeldung und Lernschritte lassen sich für verschiedene Lernende anders einstellen. Eine offenere Aufgabe gibt mehr Ermessensraum, eine engere mehr Halt — beides kann passen, je nach Lernstand. → Werkzeug: Der didaktische Schieberegler

Passung braucht Lernstand

Wer passend dosieren will, knüpft an die Diagnose an: erst wissen, wo die Lernenden stehen. Gemessen wird am Fortschritt zu sich selbst (individuelle Bezugsnorm), nicht am Abstand zur Gruppe.

Im gemeinsamen Lernen verankert

Adaptive Förderung wirkt im gemeinsamen Lernen, getragen von der professionellen Diagnostik der Lehrkraft: anspruchsvolle Aufgaben für alle, mit passenden Zugängen. So bleibt die Differenzierung dort, wo sie trägt. → Siehe auch: Hattie warnt vor falsch verstandener Individualisierung

Warum das fördert

Passend dosierte Aufgaben halten die Lernenden im Bereich, in dem Bewältigung möglich ist — die Zone, aus der Selbstwirksamkeit entsteht. Zu leicht bringt kein „das habe ich geschafft”, zu schwer keinen Erfolg.

Handlungsleitend:

→ Siehe auch: Selbstwirksamkeit — woraus sie entsteht · Ermöglichen statt vollziehen